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Zum Muttertag ein Blumenstrauß von der Wiese

Das Dorfwiesenprojekt im Landkreis Rottal-Inn geht weiter 

 

Seit 2009 wird durch die Untere Naturschutzbehörde im gesamten Landkreis Rottal-Inn ein Netz artenreicher Wiesen geknüpft. Die mittlerweile selten gewordenen bunten Wiesenlebensräume, ein wertvolles Kultur- und Naturerbe, sollen bewahrt und zusätzlich neue Blühwiesen angelegt werden. Die Wiesen liegen jedoch oft versteckt in der von Äckern und artenarmen Vielschnittwiesen geprägten Feldflur. „Es ist also gar nicht mehr so einfach, von einem Sonntagsspaziergang einen Wiesenblumenstrauß heim zu bringen“, sagt Josef Mayerhofer von der Unteren Naturschutzbehörde, der das Wiesenprojekt initiiert hat. Er hat deshalb im Rahmen dieses Projektes ein festes Ziel vor Augen: „Jedem Dorf seine eigene Dorfwiese!“

 

„Unser Ziel ist es, dass Erwachsene und Kinder in jeder Gemeinde im Ort oder zumindest ortsnah wieder heimische, bunte Wiesen vorfinden, und dass Schule und Kindergarten die Wiesen für die Heimatkunde nutzen können“, so Josef Mayerhofer. Im Vordergrund des Dorfwiesenprojektes stünden deshalb das Naturerlebnis, der Naturgenuss und die Freude an den Schönheiten der Blumenwiesen. „In diesen Wiesen dürfen sich nicht nur Honig- und Wildbienen und Schmetterlinge bedienen, Blumenpflücken ist ausdrücklich erwünscht“, betont Josef Mayerhofer.


Margaritenwiese

Wer möchte hier nicht gerne einen Blumenstrauß pflücken? Das Ziel der Unteren
Naturschutzbehörde am Landratsamt ist es, im ganzen Landkreis ein Netz aus
Blumenwiesen anzulegen.
(Foto: Dorothee Hartmann)

 

 

 Margeriten für den Muttertagsstrauß


Viele Gemeinden beteiligen sich bereits: so stehen die Mitterskirchener „Muttertagswiese“, die Julbacher “Mooswiese“ und die „Reichenberger Panoramawiese“ in der Stadt Pfarrkirchen bereits fest. Weitere Gemeinden sind derzeit auf Flächensuche. Es können jedoch auch Landwirte, Vereine und Privatleute mitmachen und Flächen für das Projekt bereitstellen, bei der Pflege mitwirken und zum Projektgelingen beitragen. „Geeignet sind natürlich bestehende Blumenwiesen, aber auch artenarme Wiesen und sogar Ackerflächen können wieder zu Blumenwiesen entwickelt werden“, wirbt Mayerhofer. Wichtig dabei ist, dass nur der Samen heimischer Wiesenpflanzen, z.B. durch Mähgutübertragung verwendet wird. Gekaufte Blumenwiesenmischungen verfälschen die Natur.

  

Weitere Informationen zur Anlage der Wiesen und zur Veranstaltung finden Sie in den Links oder Sie wenden sich persönlich an den Landschaftspflegeverband Rottal-Inn, Tel. 08721-5089356 oder an die Untere Naturschutzbehörde, Josef Mayerhofer, Tel. 08561-20340.

 


Wie entsteht eine heimische bunte Blumenwiese? Mehr dazu hier

Wie pflege ich meine Blumenwiese richtig? Informationen hierzu finden Sie
hier

Allgemeine Informationsblätter zum Dorfwiesenprojekt Rottaler Dorfwiese und Inntaler Dorfwiese



Blumenwiese





















 






Blumenwiese in Scheuering am Bahndamm                                       Bild: LPV