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Heckenpflege im Landkreis Rottal-Inn

 

Hecken gliedern und bereichern die Agrarlandschaft im Landkreis und sind wertvoller Lebens- und Rückzugsraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Sie vernetzen verschiedene Lebensräume wie Waldränder, Säume oder Magerrasen miteinander. Und nicht zuletzt bringen sie reiche Früchte für Mensch und Tier: Schlehen für köstliches Gelee und Likör, Holunderblüten für Erkältungstee und erfrischenden Sirup, Haselnüsse zum Knabbern oder Hagebutten mit viel Vitamin C.

Winterzeit ist Heckenpflegezeit. Jetzt, wo die Bäume und Sträucher in der Saftruhe sind und die Vogelbrutzeit längst vorbei ist, ist die beste Zeit, die Hecken zurückzuschneiden. Warum? Hecken brauchen in größeren Zeitabständen einen Pflegeschnitt, sonst vergreisen  die Hecken, hängen immer mehr über und werden in ihrem Inneren immer lückiger – die ökologische Funktion als Rückzugsraum geht verloren.

Bei der Heckenpflege werden die Gehölze auf Stock gesetzt und treiben von unten her wieder vital aus. Bei diesen Rückschnittmaßnahmen ist eine fachgerechte Pflege sehr wichtig. Die Hecken stehen unter Naturschutz und dürfen nie als ganzes, sondern immer nur in Teilabschnitten zurückgeschnitten werden. In diesem Jahr werden zusätzlich Hecken in den Gemeinden Roßbach, Arnstorf, Julbach und Hebertsfelden gepflegt. Letzten Winter wurde in den Gemeinden Rimbach und Falkenberg die Heckenpflege begonnen und wird in diesem Winter wieder fortgesetzt.

Der Landschaftspflegeverband wickelt im Auftrag der Kommunen Heckenpflegemaßnahmen im Rahmen der Förderung über das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP, „Heckenpflegeprämie“) ab. Dabei wird ein naturschutzfachlich abgestimmtes Pflegekonzept für alle Heckenabschnitte erarbeitet, das sich über einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren erstreckt. Die Ausführung der Pflege erfolgt über Landwirte, die vom Landschaftspflegeverband fachlich angeleitet werden. So ist garantiert, dass die Heckenpflege fachgerecht und mit Rücksicht auf die Belange der Natur abläuft.



Merkblatt zur Heckenpflege

Verfahrensablauf zu KULAP B49